
Studienschwerpunktveranstaltungen innerhalb des Bachelor-Studiengangs Medienwirtschaft & Medienmanagement (B.A.):
1. Ethik der Medien:
- Diskursive Erörterungen zu den Aufgaben einer Medienethik im digitalen Zeitalter, ethische Problematisierungen des Verhältnisses »Individuum - Medium - Gesellschaft« sowie eine Sensibilisierung für die grundlegenden Charakteristika von Medien.
- Diskussionen charakteristischer Thematiken, wie u. a.:
- Medien und Veränderung von Wirklichkeit
- Medienwirkung und Gewaltdarstellungen im Fernsehen
- Grundlagen der Internetethik
- Die Mächtigkeit der Medien
- Das Veränderungspotential der Medien in der Sicht und Wahrnehmung von Wirklichkeit
- Interessenslagen und Ethik der Medienmacher und Medienbesitzer
- Sinnvolle Nutzung moderner Kommunikationstechnologien
Anhand eines intensiven Einblicks in medienethische Fragestellungen und deren extensive Diskussion erfolgen methodologische Erörterungen zu den Grundlagen, Aufgaben und Verfahren ethischer Urteilsbildung. Ziel der Veranstaltung ist es, unter Einbezug der konkreten Erfahrungen der Studierenden die Verknüpfung von Medien, Ethik und Wirklichkeit im Alltag offen zu legen, damit die Frage nach dem verantwortungsvollen Handhaben medialer Produkte unter realistischen Voraussetzungen gestellt werden kann (»Medienethik als angewandte Ethik: Zur Organisation ethischer Entscheidungsprozesse«). Als Lernziel der Veranstaltung geht es um das Implementieren des Wertediskurses über Medien in das Selbstverständnis professionellen Handelns zukünftiger Medienmanager.
2. Medien und Unternehmenskommunikation:
Vermitteln von Grundlagen aus den Bereichen Medien- und Kommunikationstheorie, visuelle Kommunikation, Kommunikations- und Interaktionsformen mit neuen Medien, Experten-Laien-Kommunikation; Unternehmenskommunikation - auf der Grundlage der Sozialpsychologie, Medienpsychologie und -soziologie sowie Mediengeschichte.
Ausbau der kommunikativen Kompetenz mittels Rhetorik-, Präsentations- und Moderations-Kursen und Vertiefung rhetorischer Fähigkeiten in praktischen Übungen (Rollenspiele): zu Marketing-Strategien, zu adressatenspezifischer Textproduktion, zur technischen Herstellung von Multimedia-Texten und zum Web-Design.
Im Rahmen der Unternehmenskommunikation wird ein Verstehen und Wissen gefördert in den Bereichen: Kundenorientierung; Marketing; Kooperation mit den am Ort oder in der Region ansässigen Wirtschaftsunternehmen; Kommunizieren von Standortqualitäten; Corporate Identity und Corporate Image; bewusste Gestaltung einer Unternehmenskultur; Mitarbeiterkommunikation; kommunikative Vermittlung des KVP aller Produktions- und Vermarktungsfaktoren; Personal Coaching von Führungskräften; Einüben von Feedback- und Gesprächstechniken.
Ziele des Studienganges sind der Erwerb vertiefter Kenntnisse zum Verständnis kommunikativer - medialer sowie unternehmerischer - Prozesse.
3. Spezielle Soziologie der Medien:
- Mediensoziologische und medienspezifische Diskurse zwecks konsequenter Verknüpfung von Medien(-angeboten) mit soziologisch bedeutsamen Phänomenen unter Einbezug der Medienwirkung, wie u.a.: das Verhältnis von Medien, Medienkritik und Macht; Medien und Identität; Medien und soziale Ungleichheit; Medien und Kultur; Privates und Öffentlichkeit; Medien selbst als soziales System und als Mittel der sozialen Abgrenzung; die zunehmend unterhaltende Funktion von Nachrichten (Infotainment); Formen der anonymisierten Kommunikation im Internet (Chatrooms, Foren); Massenmedien als neue Instanzen der ‚Sinngebung' und Identifikation ihrer Nutzer; virtuelle Netzwerke und Virtualität als Schaffen eigener Wirklichkeiten.
- Medien(nutzung) und gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland.
- Soziologische Institutions- und Organisationsanalyse.
- Entwicklung handlungspraktischen Könnens in der Personalwirtschaft (Human Resource Management), wie Personal- und Organisationsentwicklung; Personalcontrolling und Qualitätsmanagement.
Wissen und Verstehen um die hochreflexiven Strukturen von Medien und ihre Rückbezüglichkeit auf Gesellschaftsprozesse, Entwickeln von Instrumentarien der soziologischen Prozessanalyse und Ausbau von Kompetenzen in der Leitung von Einrichtungen und Führung von Teams.